Ist das Huawei-5G-Netz eine Sicherheitsgefahr?

17 Dezember 2019
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Gefährdet die 5G-Technik von Huawei die Sicherheit in der Schweiz?

Der Ausbau der 5G-Netze in der Schweiz geht voran. Sunrise setzt dabei Huawei-Technik ein, obwohl Länder wie die USA massiv vor einem etwaigen Missbrauch chinesischer Technik zu Spionagezwecken warnen. Ist die Sicherheit der Schweiz wegen der 5G-Technik aus China in Gefahr?

Vergleich.Handy.Abos.Netz.5G

Informationen für Kommunistische Partei Chinas?
Anfang Juni 2019 hatte der US-Aussenminister Mike Pompeo in der «NZZ» eine klare Warnung an die Schweizer gerichtet: «Wenn China Ihnen Informationstechnologie anbietet, sollten Sie sich bewusst sein, dass der entsprechende Hersteller von Mitgliedern der Kommunistischen Partei kontrolliert wird.»

Aber damit nicht genug. Pompeo wird noch deutlicher: «Die Schweizer legen grossen Wert auf den Schutz ihrer Privatsphäre, und das seit langem. Aber wenn Sie mit chinesischer Technologie operieren, so liefern Sie Ihre Informationen der Kommunistischen Partei Chinas aus.»

Der Vizepräsident von Huawei Schweiz sagte zu den Äusserungen des Aussenministers der USA gegenüber der Zeitung «Le Temps»: «Die amerikanischen Angriffe sind absurd und unbegründet.»

Auch Sunrise habe immer wieder betont, dass es keine Anhaltspunkte für Spionage über die Huawei-Infrastruktur gebe, wie die «Handelszeitung» schreibt.

William R. Evanina, Direktor am US-amerikanischen National Counterintelligence and Security Center erklärt die Nähe von Unternehmen zur chinesischen Regierung in der «New York Times» jedoch so: «Chinas nationales Nachrichtengesetz aus dem Jahr 2017 verlangt von chinesischen Unternehmen, dass sie die nationale Geheimdienstarbeit Chinas fördern, unterstützen und bei ihr mitarbeiten, wo immer sie tätig sind.»

Ausserdem gehe es laut dem China-Institut Merics etwa bei Huawei nicht um die Frage, ob es Hintertüren in den Netzwerken gebe, sondern darum, ob eine solche Zugangsmöglichkeit für Spionage oder eine Einmischung in die Landespolitik genutzt werde, wie die Zeitung «Der Standard» berichtet.

Nachbarland Deutschland wird skeptischer
Zweifel an der Distanz Huaweis zur chinesischen Regierung hört man aber nicht nur aus den USA. Auch in Deutschland werden die Rufe nach einem Ausschluss von Huawei beim Aufbau der 5G-Infrastruktur lauter. Die Deutsche Telekom beabsichtige sogar, Huawei-Technik in sensiblen Bereichen des bisherigen Telekom-Netzes mit der Technik anderer Firmen auszutauschen.

Huawei versucht derweil mit einer neuen Strategie dem Misstrauen in der westlichen Welt etwas entgegenzusetzen. Um den betreffenden Kreisen die Angst vor einem Missbrauch der Huawei-Hardware für Spionage zu nehmen, sollen Produktionsstätten des chinesischen Telekommunikationskonzerns in Europa errichtet werden, wie «The Globe and Mail» berichtet. Diese Information habe die Zeitung bei einem Interview mit dem Gründer von Huawei, Ren Zhengfei, erhalten.

Aber selbst wenn keine Spionage über das 5G-Netzwerk von Huawei betrieben wird, könnte sich die Schweiz dennoch ein Stück weit erpressbar machen, wenn die Eidgenossenschaft ausschliesslich auf Huawei beim Ausbau des 5G-Netzes setzen würde. Diskutiert wird teilweise die Frage, ob die chinesische Regierung über einen möglicherweise existierenden Kill Switch (Notausschalter) in der Netzwerktechnik von Huawei ein 5G-Netz ausschalten könnte.

Da aber Swisscom und Salt ihre 5G-Netze nicht mit Technologie von Huawei ausbauen, sondern mit Hilfe von Technik der Firmen Ericsson und Nokia, würde ein Ausfall des Sunrise-Netzes wegen einer Betätigung eines etwaigen Kill Switches durch die chinesische Regierung nicht die 5G-Verbindungen in der ganzen Schweiz unterbrechen. Etwaige Gefahren, die vom Sunrise-5G-Netz auf Grund der verbauten Huawei-Technik ausgehen könnten, sind daher überschaubar.

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